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Systembrett (2D und 3D)

Coaching mit dem Systembrett – in 2D und 3D

Von Peter Hoenig · Stand:

Systembrett 2D und 3D

Manche Themen lassen sich schwer erzählen: Konflikte im Team, verworrene Familiendynamiken, das Gefühl, im falschen Verhältnis zu etwas zu stehen. Das Systembrett – auch Familienbrett genannt – löst genau dieses Problem. Nicht durch Erklären, sondern durch Schauen: Die beteiligten Personen, aber auch Abstraktes wie „die Arbeit“, „die Angst“ oder „die neue Rolle“, werden als Figuren auf einem Brett räumlich zueinander angeordnet.

Die Kraft der Methode liegt in der räumlichen Sprache: Nähe und Distanz zeigen Verbundenheit oder Belastung, Blickrichtungen verraten, worauf jemand orientiert ist, Reihenfolge und Position lassen Hierarchien und Zugehörigkeiten erkennen – und ein Hindernis mitten im Weg erklärt manchmal mehr als Stunden redender Analyse. Das Brett zeigt nicht, wie das System sein sollte, sondern wie es sich von innen anfühlt.

In der Arbeit wird dann schrittweise geschärft: Was verändert sich, wenn eine Figur einen Schritt nach vorne macht? Was zeigt sich, wenn die Klientin sich in eine Figur hineinversetzt und aus deren Perspektive auf das Ganze schaut? Oft genügt eine kleine Bewegung auf dem Brett, um eine große Bewegung im Inneren auszulösen – neue Lösungen entstehen selten durch mehr Nachdenken, sondern durch veränderte Perspektive.

Was der Systembrett-Editor kann

  • Figuren und Symbole: Menschen (auch klassisch eckig, rund und neutral), dazu Tiere, Pflanzen, Gegenstände, Räume und Möbel, Freizeit und Reisen, Emotionen und Werte – jeweils in eigenen Gruppen. Über das Suchfeld finden Sie ein Element direkt, etwa „Hund“, „Wut“ oder „Treue“.
  • Haltung und Blickrichtung: Menschen können gebeugt, kniend, sitzend, mit ausgebreiteten Armen, geballter Faust oder winkend aufgestellt werden. Die „Nase“ zeigt, wohin eine Figur schaut; gedreht wird am Griff, mit den Tasten Q und E oder über „Blick auf … richten“ und einen Klick auf das Ziel.
  • Werte als Medaille mit Sinnbild – Treue als Ringe, Verlässlichkeit als Anker, Gerechtigkeit als Waage. Eigene Werte lassen sich frei benennen.
  • Übereinander stellen: Ein Element auf Stuhl, Bett, Sofa oder Tisch ziehen – es steht dann darauf und wandert mit, wenn Sie den Untersatz verschieben.
  • Verbindungen sind optional und differenziert: Beziehung, eng, lose, distanziert, Konflikt, gestört, abgebrochen und Wirkung. Linien lassen sich biegen, um ein Element herumführen, in der Strichstärke abstufen und vor oder hinter die Figuren legen.
  • Mehrere Bilder: „+ Bild“ kopiert die Aufstellung – so entstehen Ist-Bild, Zwischenschritte und Lösungsbild in einer Datei.
  • Veränderung sichtbar machen: Auf Wunsch wird die frühere Lage jeder Figur gestrichelt mit Pfeil eingeblendet. Damit sieht man nicht nur das Ergebnis, sondern die Bewegung – methodisch oft der entscheidende Moment.
  • Zwei Bilder vergleichen: nebeneinander, mit tauschbaren Seiten; bearbeitet wird das hervorgehobene Brett.
  • Ein- und ausblenden: Beziehungen und Namen lassen sich vorübergehend verbergen – hilfreich, wenn das Bild zunächst ohne Beschriftung wirken soll.
  • Verstorbene Personen oder Tiere können gekennzeichnet werden, was bei Familienthemen über Generationen oft nötig ist.
  • Eigene Bedeutungen: Was Ihre Farben bedeuten, legen Sie selbst fest – es erscheint in der Legende. Die Fokusperson, etwa „Ich“, lässt sich hervorheben.

Wofür sich das Systembrett eignet

Für Einzelcoaching, Teamsupervision und Organisationsfragen: für Familien- und Paarthemen, Konfliktfälle, Entscheidungen mit mehreren Beteiligten oder wann immer die Frage „Wo stehe ich eigentlich?“ im Raum steht. Es ist dabei keine Therapie und kein Orakel, sondern ein Werkzeug, um Erlebtes nach außen zu bringen, Muster zu erkennen und gemeinsam am Bild weiterzuarbeiten, bis sich die Lösung im Raum abzeichnet.

Die räumliche Variante

Wie die 3D-Fassung funktioniert – mit Perspektivwechsel in die Sicht jeder einzelnen Figur und einem Bilderbogen zum Abschluss –, beschreibe ich ausführlich auf der Seite 3D-Systembrett. Dort können Sie buchstäblich durch die Augen einer Figur auf das System blicken, und das verändert die Wahrnehmung noch einmal deutlich gegenüber der Draufsicht.

Eine wichtige Einordnung

Das Systembrett dient im Coaching als Reflexions- und Gesprächsmodell, nicht als Diagnoseinstrument. Eine Aufstellung stellt nichts fest und beweist nichts. Coaching ist keine Psychotherapie (§ 1 Abs. 3 PsychThG) – bei starker Belastung ist therapeutische Hilfe der richtige Weg.

Ihre Daten bleiben bei Ihnen

Beide Editoren sind einzelne HTML-Dateien, die vollständig in Ihrem Browser laufen. Sie laden nichts aus dem Internet und senden nichts – bei Aufstellungen, in denen Namen und Konflikte realer Menschen stehen, ist das wesentlich. Ihre Arbeit liegt in Ihren Dateien auf Ihrem Rechner. Die Werkzeuge sind kostenlos und stehen als freie Software unter der GNU General Public License (GPL-3.0-or-later).

Verwandte Werkzeuge

Für Verwandtschaft über Generationen gibt es den Genogramm-Editor, für das persönliche Beziehungsumfeld den Editor für das soziale Atom, für innere Anteile Mein inneres Team. Alle Werkzeuge finden Sie unter Ressourcen.

Wenn Sie mit einem Systembrett arbeiten möchten – allein oder in Begleitung –, melden Sie sich gern zum kostenfreien Erstgespräch. Bei Konflikten im Team unterstütze ich Sie im Konfliktmanagement, bei Entwicklungsfragen in der Teamentwicklung.

Lassen Sie uns über Ihr Vorhaben sprechen

In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir, wo Sie stehen und welcher Weg zu Ihnen passt.

  1. Sie schreiben mir kurz, worum es geht.
  2. Wir sprechen etwa 30 Minuten telefonisch oder per Video – kostenfrei.
  3. Sie erhalten einen Vorschlag, welche Module zu Ihnen passen.