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Wissen, was wo liegt – die neue Lagerverwaltung

Bestände ordnen wie im echten Lager: Räume, Regale, Fächer, Container, Items mit Haltbarkeitsdatum – kostenlos, im Team, am Handy, Inventur auch ohne Netz.

Von Peter Hoenig · · aktualisiert am · 8 Min. Lesezeit

Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

Die Lagerverwaltung im Browser: links der Baum mit Gebäuden, Räumen, Regalen und Fächern und daneben die Items eines Fachs mit Menge, Einlagerungsdatum und Haltbarkeitsdatum; rechts die Warnliste Haltbarkeit mit abgelaufenen und demnächst ablaufenden Beständen sowie die Übersicht aller Items mit ihren Lagerorten

„Haben wir das noch?“ – diese Frage kostet in kleinen Betrieben jeden Tag Zeit. Jemand schaut in zwei Regale, fragt eine Kollegin, bestellt am Ende doch neu. Wochen später findet sich die Packung hinten im Fach, abgelaufen. Große Warenwirtschaftssysteme lösen das, sind für ein Materiallager mit fünf Regalen aber überdimensioniert. Deshalb gibt es bei meinen Werkzeugen jetzt eine Lagerverwaltung, die so aufgebaut ist, wie Ihr Lager wirklich aussieht – und die Sie vom Handy aus bedienen, während Sie vor dem Regal stehen.

Auf einen Blick

  • Sechs Ebenen wie in Wirklichkeit: Gebäude › Räume › Regale › Fächer und Schubladen › Container › Items.
  • Container für Kisten und Kartons: frei verschiebbar wie Items, und sie dürfen weitere Container enthalten.
  • Farben und Schrift selbst bestimmen: Hintergrundfarbe, Schriftfarbe, Schriftart und Schriftgröße – je Ebene und je einzelnem Objekt.
  • Nichts geht stillschweigend verloren: Beim Löschen eines gefüllten Lagerorts fragt das Werkzeug nach – Inhalt umhängen oder mitlöschen.
  • Einlagerungs- und Haltbarkeitsdatum je Item, dazu eine Warnliste mit selbst gewählter Frist (Standard: 30 Tage).
  • Suche über alle Ebenen nach Item, Kategorie, Lieferant, Charge oder Lagerort; Entnahme und Zugang bleiben als Verlauf am Item.
  • Allein oder im Team: als einzelne HTML-Datei oder über die MC4Y-Produktivitätssuite, wenn mehrere dasselbe Lager pflegen.
  • Inventur ohne Netz: Räume aufs Gerät mitnehmen, im Keller zählen, später abgleichen – kostenlos, freie Software unter der GPL.

Sechs Ebenen, so wie Ihr Lager wirklich aussieht

Die meisten Lagerprogramme zwingen Ihnen ihre Ordnung auf: Lagerplatz-Nummern, Artikelstämme, Buchungskreise. In der Praxis sucht aber niemand „Lagerplatz 4711“ – man geht in einen Raum, zu einem Regal, zieht ein Fach auf. Genau diese Reihenfolge kennt die Lagerverwaltung:

  1. Gebäude oder Haus – Hauptgebäude, Außenlager, Werkstattgebäude.
  2. Räume – Werkstatt, Materiallager, Büro, Halle.
  3. Regale und Schränke – Regal A, Palettenregal 1, Werkzeugschrank.
  4. Fächer und Schubladen – Fach A1, Schublade 2, Platz 3.
  5. Container – Kisten, Kartons, Tüten, Eimer.
  6. Items – alles, was Sie hineinlegen.

Jede Ebene darf leer bleiben: Wer nur eine Werkstatt mit drei Regalen hat, legt ein Gebäude an und ist fertig. Items hängen auch nicht zwingend an einem Fach – eine Palette darf direkt im Raum stehen. Fächer legen Sie zu mehreren auf einmal an: Name eintragen, Anzahl 6 – und das Regal hat „Fach 1“ bis „Fach 6“.

Der Container ist die Ebene, die in Lagerprogrammen meistens fehlt, obwohl sie in jedem echten Lager vorkommt. Eine Kiste ist kein Lagerort, denn sie bleibt nicht stehen – man trägt sie weg; und kein Item, denn es ist etwas darin. Hier verhält sie sich wie beides: greifen und verschieben wie ein Item, der Inhalt wandert mit, und Container dürfen weitere Container enthalten – Palette › Karton › Tüte. Eine Menge oder ein Haltbarkeitsdatum hat ein Container nicht; verfallen kann nur, was darin liegt – und das erscheint in der Warnliste, als läge es offen im Fach.

Löschen, ohne etwas zu verlieren

Bei Werkzeugen, die Strukturen verwalten, ist das Löschen die gefährlichste Stelle. Ein leerer Lagerort verschwindet sofort, und der Rückgängig-Pfeil holt ihn zurück. Steht noch etwas darin, kommt eine Rückfrage mit zwei echten Möglichkeiten: Inhalt umhängen – Sie wählen den Lagerort, der ihn übernimmt – oder alles mitlöschen, nur wenn Sie es ausdrücklich wählen. Beides lässt sich zurücknehmen. Das ist der Unterschied zwischen einem Werkzeug, dem man Daten anvertraut, und einem, dem man nicht traut.

Zwei Daten je Item – und eine Warnliste

Jedes Item trägt ein Einlagerungsdatum und ein Haltbarkeitsdatum. Das zweite darf leer bleiben: Lebensmittel, Dichtungen und Klebstoffe verfallen, Schrauben und Ordner nicht. Die Ansicht „Haltbarkeit“ sortiert den Bestand nach abgelaufen, läuft demnächst ab, haltbar, ohne Datum; die Zähler im Baum zeigen schon beim Öffnen, ob etwas zu tun ist. Dahinter steht der alte Lagergrundsatz „first expired, first out“: zuerst verbrauchen, was zuerst abläuft.

Eintippen statt Listen pflegen

Einheit, Kategorie, Lieferant und verantwortliche Person sind Zuordnungsfelder: Sie tippen los – gibt es den Eintrag, wird er genommen, sonst wird er angelegt und steht allen Items zur Verfügung. Gepflegt werden die Listen unter „Einstellungen“; wird ein benutzter Eintrag entfernt, nennt das Werkzeug vorher die Zahl der betroffenen Items. Nutzen Sie zusätzlich die Stammdaten, gleicht sich die Liste der Verantwortlichen mit Ihren Personen ab.

Allein am Rechner oder gemeinsam im Netz

Die Lagerverwaltung ist zunächst eine einzige HTML-Datei: herunterladen, Doppelklick, fertig – ohne Installation, ohne Server, ohne Internet. Gespeichert wird als Datei *.lager.json, dort, wo Sie es wollen. Arbeiten mehrere Personen am selben Lager, kommt dasselbe Werkzeug über die MC4Y-Produktivitätssuite zum Einsatz: Die Datei liegt auf Ihrem eigenen Server, wer sie bearbeitet, erhält sie für sich, alle anderen sehen denselben Stand. Einen zusätzlichen Webserver brauchen Sie nicht – den bringt die Suite mit.

Farben und Schrift: Ihr Lager soll aussehen wie Ihr Lager

In einem gewachsenen Lager hat die Ordnung Farben: Werkstatt blau, Gefahrstoffe rot, Außenlager gelb. Stellt ein Programm alles grau dar, muss man beim Suchen wieder lesen statt zu sehen. Deshalb lassen sich vier Dinge frei einstellen – Hintergrundfarbe, Schriftfarbe, Schriftart und Schriftgröße – für Gebäude, Räume, Regale, Fächer, Container, Kategorien und Items, auf zwei Wegen:

  • Als Vorgabe für eine ganze Ebene unter „Einstellungen“: alle Räume hellgrau, alle Container in kräftigerer Schrift.
  • Als Ausnahme für ein einzelnes Objekt im Bearbeiten-Dialog: dieses eine Regal grün, weil dort die Ersatzteile für die Maschine liegen, die am meisten Ärger macht.

Ein Objekt ohne eigene Angabe erbt die Vorgabe seiner Ebene – und zwar dauerhaft. Viele Programme kopieren den Vorgabewert beim Anlegen still in jedes Objekt; eine spätere Änderung wirkt dann nur noch auf neue Einträge. Hier bleibt „nicht gesetzt“ wirklich nicht gesetzt: Ändern Sie die Vorgabe für Räume in einem Jahr, ziehen alle Räume mit, die Sie nie einzeln angefasst haben. Zur Wahl stehen die Schriftarten Ihres Systems plus ein Feld für einen eigenen Namen; nachgeladen wird nichts, und die Schriftgröße ist begrenzt, damit der Baum nicht auseinanderfällt.

Am Handy, während Sie vor dem Regal stehen

Inventur am Schreibtisch ist der häufigste Grund dafür, dass Bestände nicht stimmen: Man zählt im Lager und trägt die Zahl eine halbe Stunde später ein. Läuft die Suite auf einem Server, entfällt dieser Umweg – es ist derselbe Browser-Zugang wie am PC, ein eigenes Programm installieren Sie nicht.

Voraussetzung: Die Suite läuft als Server-Installation (Windows-Server mit IIS, Linux oder macOS); die Einzelplatz-Installation hört bewusst nur auf den eigenen Rechner. Ihr Handy muss im selben Netz sein – im Gäste-WLAN funktioniert es nicht.

  1. Adresse aufs Handy bringen: In der Suite am PC unten „Andere Geräte“ öffnen – dort steht jede Adresse mit QR-Code zum Abscannen. Das umgeht die häufigste Stolperfalle: Eine nackte Adresse wie 192.168.10.20 behandeln Android und iOS gern als Suchbegriff. Müssen Sie tippen, schreiben Sie http:// oder https:// davor und drücken die Eingabetaste, ohne einen Vorschlag anzutippen. Am Handy ist die IP-Adresse der zuverlässigere Weg als der Servername: Namen auf .local fragen Android und iOS gar nicht erst beim Namensdienst Ihres Netzes ab.
  2. http:// oder https://: Über http:// brauchen Sie kein Zertifikat, dafür gehen Anmeldename und Kennwort unverschlüsselt durchs Netz – im eigenen Haus vertretbar, im WLAN mitlesbar. Für https:// hinterlegen Sie das Zertifikat der Suite einmalig auf dem Handy; den Fingerabdruck vergleichen Sie mit dem unter „Andere Geräte“, wo das Zertifikat auch zum Herunterladen liegt.
  3. Anmelden, dann 🧰 Toolbox › 📦 Lagerverwaltung antippen – „Öffnen …“ für ein vorhandenes Lager, „Neu“ für das erste.
  4. Lagerdatei aus der Ablage wählen: dieselbe Datei, die Ihre Kollegin am PC bearbeitet, mit Größe, Änderungszeit und Hinweis, wer sie offen hat.
  5. Arbeiten wie am großen Bildschirm: Baum, Items, Warnliste und Einstellungen sind alle da; die Tabellen schieben Sie in ihrem eigenen Rahmen zur Seite – die Seite selbst nie waagerecht.
  6. Speichern antippen, Ordner wählen, bestätigen. Ab dem zweiten Mal geht es ohne Rückfrage in dieselbe Datei, und alle anderen sehen Ihren Stand.

Wer mag, legt die Suite über „Zum Startbildschirm hinzufügen“ wie eine App ab – sie startet dann im eigenen Fenster. Und unterwegs? Stellen Sie die Suite nicht ins offene Internet. Der richtige Weg ist ein VPN in Ihr Firmennetz; dann gelten dieselben Schritte, und Ihre Bestandsdaten bleiben hinter Ihrer eigenen Tür.

Inventur, wo es kein Netz gibt

Lager liegen selten dort, wo das WLAN gut ist. Dafür gibt es zwei Menüpunkte.

„Daten offline auf dem Endgerät verfügbar machen“: Sie wählen die Räume, die Sie heute zählen – nicht das ganze Lager. Sie kommen mit allem, was darunter liegt, auf das Gerät, und Sie arbeiten ohne Netz weiter. Die mitgenommenen Räume werden auf dem Server für andere gesperrt; am PC sieht man sie weiterhin, kann sie aber nicht ändern und erfährt, wer sie seit wann mitgenommen hat. Die Alternative wäre, hinterher zwei Wahrheiten zusammenzuführen – Ihre gezählten 12 gegen die Entnahme, die ein Kollege inzwischen gebucht hat. Das geht fast immer schief, und wenn, merkt es niemand. Das übrige Lager liegt zwar mit auf dem Gerät, lässt sich aber nicht bearbeiten und ist so gekennzeichnet.

„Jetzt Daten mit dem Server synchronisieren“: Die gezählten Räume gehen zurück, dann legt das Werkzeug Ihren gesamten Gerätestand als Sicherung auf dem Server ab – im Ordner „Inventur-Sicherungen“ neben der Lagerdatei, mit Datum, Uhrzeit und Gerätenamen. Erst wenn der Server den Empfang mit einer Prüfsumme bestätigt hat, kommt die Frage, ob die Daten vom Gerät entfernt werden sollen; sie zählt jeden Speicher mit seiner Größe auf. Diese Reihenfolge ist der eigentliche Punkt: Bricht die Verbindung mitten im Abgleich ab, bleibt auf Ihrem Gerät alles liegen – die Zählarbeit ist nicht weg. Ein „Erfolgreich übertragen“, das niemand nachgeprüft hat, wäre hier der teuerste Fehler.

Dafür nötig: eine Server-Installation und ein Zugang über https:// mit hinterlegtem Zertifikat. Über http:// erlaubt kein Browser, eine Seite ohne Netz vorzuhalten – das Werkzeug sagt Ihnen das an Ort und Stelle, statt den Menüpunkt wortlos auszugrauen.

Ihre Daten bleiben bei Ihnen

Das Werkzeug überträgt nichts: Was Sie eintragen, bleibt auf Ihrem Gerät oder auf Ihrem eigenen Server. Sobald Sie etwas ändern, merkt sich der Browser zusätzlich den letzten Stand, damit nach einem Absturz nichts verloren geht – beim bloßen Öffnen wird nichts gespeichert.

Die Lagerverwaltung ist kostenlos und steht als freie Software unter der GPL zur Verfügung: Lagerverwaltung öffnen. Wenn Sie darüber hinaus Abläufe, Verantwortlichkeiten und IT-Systeme in Ihrem Unternehmen ordnen möchten, unterstütze ich Sie gern in der IT-gestützten Organisationsberatung – melden Sie sich zum kostenfreien Erstgespräch.

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